Zürcher Landsgemeinde 2012

1. August, 16:00 Uhr
Rathausbrücke Zürich

• Reich deinen eigenen Vorschlag ein!

Vorschläge werden vom 5. Juni bis zum 29. Juli über dieses Formular entgegengenommen – für die Kategorien lokalregional und global.

• Mach mit bei der Vorabstimmung!

Einfach aufs unten an einem Vorschlag klicken, wenn du willst, dass am 1. August über ihn diskutiert und abgestimmt wird. Die Vorabstimmung läuft vom 4. Juni bis zum 29. Juli.

• Komm am 1. August auf die Gemüsebrücke!

Pro Kategorie diskutiert die versammelte Landsgemeinde am 1. August auf der Rathausbrücke („Gemüsebrücke“) in Zürich die beiden in der Vorabstimmung erstplatzierten Vorschläge und stimmt über sie ab.

Alle reden darüber, we make it:
mehr Demokratie jetzt auch via Crowdfunding!
Demokratie fördern, kleinere oder grössere Belohnungen erhalten.
Oder gleich selbst mit anpacken!

Mehr zum Ablauf
Mehr zur Idee

Fragen, Anregungen, Kritik und sonstige Kommentare zur Landsgemeinde kannst du in der allgemeinen Diskussion anbringen. Alternativ kannst du uns über dieses Formular direkt kontaktieren.

Vorschlag #44: Implementierung Neues Finanzsystem

- FED konkurs gehen lassen
- Börsenspekulationen auf 0 setzen
- alle öffentlichen und privaten Schulden einfrieren
- Bankenschliessungen
- Kreditkarten funktionieren nicht mehr
- NEUBEWERTUNG
- Neues goldgedecktes Finanzsystem
- Multis sind verpflichtet ihre Aktien zurückzukaufen
- Präsentation ‘Global Settlement Funds’
- alle nationalen, öffentlichen und privaten Schulden werden weltweit getilgt
- Freigabe der Wohlstandsfonds
- Einführung humanitäre und umwelt- und neue vorgeschrittene Technologieprojekte.

Eingereicht von: Hanspeter Wassmer, Zürich

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

9 votes, average: 1,00 out of 1 9 Stimme(n)

Vorschlag #43: Keine Steuer auf Arbeit

Jegliche Arbeit sollte Steuerfrei sein….

Eingereicht von: Francisco Fernandez, Zürich

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

10 votes, average: 1,00 out of 1 10 Stimme(n)

Vorschlag #42: Mehr Telefonkultur in den Zügen

Leider hat sich in den SBB-Züge in den letzten Jahren keine respektvolle “Telefon-Kultur” von sich aus entwickelt. Zuviele telefonieren zuviel und zu laut – nur wenige der anderen respektvolleren Zugpassagiere trauen sich zu, (freundlich) zu reklamieren. Die Lösung ist kein Verbot, sondern eine einfache Information, wie in den französischen Zügen: ein paar freundliche Kleber bitten die Handy-Besitzer, ihre Anrufe im Raum zwischen zwei Wagen zu tätigen. Das funktioniert in Frankreich bestens – es sollte in Züurich und in der Schweiz auch funktionieren.
Antrag an die Landsgemeinde: Die Landsgemeinde der SBB-Führung, im erwàhnten Sinne, die notwendigen einfachen Schritte für mehr Respekt im Zugsabteil zu unternehmen.

Eingereicht von: Philippe Domont, Zürich

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

18 votes, average: 1,00 out of 1 18 Stimme(n)

Vorschlag #41: Gerechtere Steuern

Die progressive Einkommensbesteuerung wird durch ein degressives System ab 2.8.12 ersetzt. D.h. höhere Einkommen und Vermögen werden endlich gerechter, sprich tiefer!, besteuert, denn sie trugen die Hauptlast aller Ausgaben.

Eingereicht von: Bernhard F. Born, Viganello

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

8 votes, average: 1,00 out of 1 8 Stimme(n)

Vorschlag #40: Proaktive Gesundheitsförderung

Höhere Krankenkassenprämien und strengere Strafen Western union money order für KifferInnen ab 2. August 2012!

Eingereicht von: Bernhard F. Born, Viganello

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

5 votes, average: 1,00 out of 1 5 Stimme(n)

Vorschlag #39: Millionärssteuer JETZT!

“Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.”

Bertolt Brecht, “Alfabet”

Die Verteilung von Einkommen und Vermögen wird immer ungleicher. Beides verstärkt sich wechselseitig: Umso höher das Einkommen, umso mehr Geld kann in den Auf- und Ausbau von Vermögen gesteckt werden. Umgekehrt verhilft Vermögen zu Einkommen – in Form von Zinsen, Dividenden, Kurs- und Veräußerungsgewinnen. Das reichste Zehntel hält inzwischen über 60 Prozent des Geld- und Sachvermögens und vergrößert seinen Anteil seit Jahren kontinuierlich. Die wachsende Vermögenskonzentration ist nicht zuletzt durch die Wirtschafts- und Steuerpolitik der rechten Regierungen begünstigt worden.

Die Ungleichverteilung von Vermögen hat entscheidend zur Finanz- und Wirtschaftskrise beigetragen. Die großen Vermögenssummen in den Händen von wenigen wurden den Finanzmärkten zugeführt, um dort möglichst hohe Renditen zu erzielen. Verstärkt wurde der Renditedruck noch durch die Möglichkeit, Vermögen mit Krediten zu belegen, um somit noch mehr Kapital einzusetzen zu können. Spekulation und schier uferloses Profitstreben waren das Ergebnis.

Die Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise sind enorm. Dazu zählen neben den Verlusten an Einkommen und Arbeitsplätzen für viele Beschäftigten die stark angestiegenen Defizite in den öffentlichen Haushalten. Es bedarf daher dringend weiterer Einnahmequellen für die öffentliche Hand.

Eine gezielte Besteuerung der hohen Vermögen ist nicht nur ein Gebot der klammen Kassen sondern auch eines der Gerechtigkeit. Die Zeche für die Krise müssen die dafür Verantwortlichen zahlen. Wir fordern eine Millionärssteuer. Sie soll gezielt Vermögensmillionäre treffen. Dies wird durch einen Freibetrag von einer Million Euro erreicht. Wer weniger als eine Million Euro sein Eigen nennt, zahlt keine Steuer. Damit ist zugleich gewährleistet, dass beispielsweise das selbstgenutzte Eigenheim von der Steuer befreit bleibt. Der Teil des Vermögens von Millionären, welcher oberhalb von einer Million Euro liegt, wird mit fünf Prozent besteuert. Die steuerpflichtigen Millionäre werden konsequent individuell besteuert, d.h. Ehegatten werden nicht mehr zusammen veranlagt. Damit wird zum einen die Diskriminierung von nichtehelichen Lebensgemeinschaften gegenüber Ehen durchbrochen. Zum anderen schafft eine individuelle Veranlagung von (Ehe-)Partnern/-innen einen Anreiz, das Vermögen weniger stark in der Hand eines Partners zu konzentrieren.

Eingereicht von: Dariusch Pour Mohsen, Lenzburg

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

40 votes, average: 1,00 out of 1 40 Stimme(n)

Vorschlag #38: Wissensarbeit mit Zukunft

Die quantitativen Naturwissenschaften sind sehr erfolgreich, wenn es um Totes und Technologie geht. Die wortreichen Humanwissenschaften überschreiten zu oft ihre Kompetenz mit Denk- die zu Humankatastrophen führen, und die Kunst kann im besten Fall einen guten Design und erstrebenswerte Hinweise liefern. Damit lassen sich die Verständigungsproblem unter Humansystemen nicht lösen. Dafür braucht es eine Förderung der persönlich relevanten Wissensarbeit – http://update.think-systems.ch/

Eingereicht von: Peter Meier, Zürich

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

8 votes, average: 1,00 out of 1 8 Stimme(n)

Vorschlag #37: Förderung der veganen Landwirtschaft

Der Tierproduktionssektor der Schweiz ist ein Netto-Vernichter von Nahrungsmitteln. ”Schweizer Fleisch“, ”Schweizer Milch“, ”Schweizer Käse“ und ”Schweizer Eier“ werden zum grössten Teil mithilfe von importiertem Kraftfutter – v.a. Soja und Mais – hergestellt. Dabei geht auf mindestens zwei Arten Nahrung verloren:

1. Die oft arme Bevölkerung der wichtigsten Produktionsländer von Kraftfutter verliert durch den Export in Länder wie die Schweiz einen grossen Teil des landwirtschaftlichen Ertrags ihres Bodens. (vgl. http://www.evb.ch/p17554.html)

2. Die Nährstoffe im Kraftfutter, die von uns Menschen zu einem grossen Teil auch direkt verwertet werden könnten, werden uns erst auf dem Umweg über die Tiere zugeführt, was mit ”Veredelungsverlusten“ verbunden ist: Die Energie, die z.B. eine Milchkuh für Wachstum, Bewegung, Schwangerschaften, Stress wegen der Wegnahme ihrer neugebohrenen Kälber, Immunabwehr bei chronischer Euterentzündung, und zuletzt für die Todesangst im Schlachthof verbraucht: diese Energie steht für den menschlichen Konsum zum grössten Teil nicht mehr zur Verfügung, weder in der Form von Fleisch, noch von Milch. (vgl. http://www.tier-im-fokus.ch/info-material/info-dossiers/soja/#zwischentitel_03)

Diese zweite Art der Nahrungsvernichtung findet auch dann statt, wenn es sich um tierische Produkte aus strikt inländischer Bio-Landwirtschaft handelt. Und selbst wenn eine Kuh ihr Leben lang nur Gras und Heu frisst – Nahrung, die wir Menschen natürlich nicht direkt verwerten können –, kann man sich die Frage stellen: ”Könnte da, wo dieses Gras wuchs, nicht auch anderes wachsen? Lupinen z.B.? Oder Roggen, Weizen, Kartoffeln, Mais, Mohn?“ (vgl. http://berggetreide.ch/) Und wenn an einem Standort partout nichts ausser Gras wachsen will, kann man immer noch weiter fragen: ”Müssen wir dieses Gras wirklich zuerst durch Tierdärme zwängen – auf gut Deutsch: zu Scheisse verarbeiten –, bevor wir es als Dünger auf unseren Äckern und Beeten verteilen?“

Ein paar Antworten auf diese Fragen sind schon gefunden (vgl. z.B. http://www.biohof-tannacker.ch/?page_id=2), viele sind noch offen. Der Bund könnte durch gezielte Förderung der veganen Landwirtschaft – einer Landwirtschaft, die ohne Nutztierhaltung funktioniert – mithelfen, unser praktisches und theoretisches Wissen in diese Richtung zu vergrössern und vertiefen.

Dabei könnte der Bund völlig unideologisch und politisch opportun auch weiterhin die Tierausbeutung in der konventionellen und der Biolandwirtschaft unterstützen. Wenn dann doch irgend einmal entweder von aussen (z.B. Exportländer von Kraftfutter besinnen sich) oder von innen (z.B. KonsumentInnen besinnen sich) der Druck steigt, diese Formen der ungerechten Landwirtschaft abzuschaffen, einzuschränken oder massiv zurückzufahren, steht die Schweiz nicht mit abgesägten Hosen da, sondern hat vegane Alternativen erforscht, entwickelt, erprobt und auf die lokalen Gegebenheiten – klimatisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich – abgestimmt.

Und wie bei der heutigen staatlichen Förderung der Milch-, Eier- und Fleischwirtschaft hat der Bund dann auch bei der veganen Landwirtschaft die nachgelagerten Verarbeitungsbetriebe mitgefördert: von veganem Käse über vegane St. Galler Bratwurst bis hin zu veganem Zürcher Geschnetzeltem gibt es darum bis dahin alles im Laden zu kaufen, und zwar von höchster Schweizer Qualität und dank den Subventionen vom Bund zu einem Preis, der – warum auch nicht? – unter den Produktionskosten liegt. – Ist ja im Moment bei vielen Produkten tierischen Ursprungs auch so.

Förderung der veganen Landwirtschaft – wie der Plan Wahlen (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Plan_Wahlen), nur vorausschauender. Eine echte Schweizer Lösung.

Eingereicht von: Marielle Kappeler und Sebastian Leugger, Basel/Bern

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

293 votes, average: 1,00 out of 1 293 Stimme(n)

Vorschlag #36: SUNSET BOULEVARD

Die Badenerstrasse soll neu Sunset Boulevard heissen.

Eingereicht von: Iwan Schauwecker, Zürich

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

13 votes, average: 1,00 out of 1 13 Stimme(n)

Vorschlag #35: Gratis ÖV für unter 25-Jährige..

Mobilität wird immer teurer und belastet junge Leute und Familien. Das Bus-Abo, welches von SchülerInnen, StudentInnen und Lehrlingen meist zwingend benötigt wird, belastet das Portemonnaie von Monat zu Monat. Wir wollen, dass der Service Public für alle zugänglich ist und der ÖV für alle bezahlbar bleibt. Wir wollen Junge und Familien dort finanziell entlasten, wo es ihnen wirklich etwas bringt.

Der Öffentliche Verkehr ist das Verkehrsmittel der Zukunft. Er hält das Verkehrschaos von der Stadt fern, bringt uns schnell und sicher ans Ziel und sorgt für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung. Wir wollen ihn stärken, in dem wir ihn für die heranwachsende Generation noch attraktiver machen! Bereits in jungen Jahren sollen die nachhaltigen Verkehrsmittel Priorität haben und dann auch so bleiben.

Eingereicht von: Dariusch Pour Mohsen, Lenzburg

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

30 votes, average: 1,00 out of 1 30 Stimme(n)