Vorschlag #11: Nahrungsmittelspekulation reglementieren

Nahrungsmittel auf Termin zu kaufen und verkaufen, macht Sinn, solange der Handel in der Realwirtschaft basiert. Denn ein Bauer kann sich so zum Beispiel gegen zukünftige Ausfälle absichern. Keinen Sinn macht aber die Nahrungsmittelspekulation, wenn sie zur lediglichen Zahlenhinundherschieberei verkommt, was während dem letzten Jahrzehnt geschehen ist und gesetzlich zementiert wurde. Heute steht zum Beispiel dem Handelsvolumen von Weizen nur noch Bruchteil an realem Weizen gegenüber. Als Occupy-Aktivistin interessiert mich der kapitalistische Aspekt dieses Themas. Was mir so richtig die Galle in die Halsgegend treibt, ist jedoch die Tatsache, dass Millionen Menschen hungern deswegen! Das kann und darf nicht sein. Ich fordere: Gesetztliche Massnahmen. Das Börsengesetz, das Finanzmarktgesetz sowie das Obligationenrecht gehört geändert – und zwar subito. Der Finman geht es vorest um den Schutz des Kunden – das ist auch sehr wichtig – einverstanden. Aber es muss doch noch weitergehen… die Kunden sollen vor Verlusten durch geldgeile Anlageberater geschützt werden… das ist sehr lobenswert und wichtig – einverstanden… aber dass 10’000e verhungern ist egal. Hallo? Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Punkt an der Landsgemeinde diskutiert werden wird :-) eine ganz tolle Idee! Mehr Demokratie. Ja!

Eingereicht von: Pia Kumar, Zürich

Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:

154 votes, average: 1,00 out of 1 154 Stimme(n)

14 Responses to Vorschlag #11: Nahrungsmittelspekulation reglementieren

  1. Spekulation auf dem Rücken der Realwirtschaft ist ein ganz legales Verbrechen.

  2. Danke für Deinen wichtigen Vorschlag!
    Hier noch ein paar weitere Argumente aus unserer neusten Studie zur deutschen Finanzbranche und dem Geschäft mit dem Hunger. MIT ESSEN SPIELT MAN NICHT! Mahlzeit allerseits!
    http://www.oxfam.de/informieren/spekulation
    http://www.oxfam.de/publikationen/spekulationsstudie

  3. Vielen Dank für diesen wichtigen Vorschlag.
    Hier noch ein paar weitere Infos aus Oxfams neuster Studie über die deutsche Finanzbranche und das Geschäft mit dem Hunger: http://oxfam.de/publikationen/spekulationsstudie

    MIT ESSEN SPIELT MAN NICHT!
    MAHLZEIT ALLERSEITS!

  4. Pingback: 01.08.2012, 16 – 18 h, Landsgemeinde auf der Gemüsebrücke: Vorschlag Nr. 11 “Nahrungsmittelspekulation reglementieren” | Occupy Zürich

  5. Pingback: Sommer-Programm 2012 | Occupy Zürich

  6. Die JUSO hat ja ne Initativedeswegen lanciert

    http://www.juso.ch/spekulationsstopp

  7. Wir haben nach einer viermonatigen Aktion mit Infoveranstaltungen und einem Hungermarsch von Frankfurt nach Berlin eine Petition gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln eingereicht.
    Nähere Informationen und die Möglichkeit mitzumachen unter http://www.occupy-occupy.de

  8. Pingback: 1. August – Landsgemeinde Zürich | OccuWorld

  9. Pingback: Landsgemeinde « Vollgeld

  10. Die Nahrungsmittelspekulation ist nützlich, da sie Preisausgleichend wirkt. Ohne den Informationsvorsprung der Spekulanten wären die Preisspitzen noch höher. Ich habe einen Artikel darüber geschrieben hier: http://zuercherin.com/wordpress/warum-wegen-den-jungsozialisten-in-afrika-kinder-verhungern/

  11. Nahrungsmittel-Spekulationen sind für die Betroffenen der 3.Welt Länder immer zu deren Nachteil. @Chris:Eine Frechheit, hier einen Link zu Posten, der dies leugnet. Schon recht Bankster-Extrem.lg

    • Nicht vergessen: Am Samstag 8.9. findet auf dem Paradeplatz der Event “Mit Essen spielt man nicht statt”. Viele spannende Referate… Musik… Lasst uns ein Statement gegen die Nahrungsmittelspekulation setzen. Oder wie Brecht meinte: “Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.” Weitere Infos: http://www.occupyzuerich.ch/nahrungsmittelspekulation – Wir zählen auf Dich!

    • Dein Kommentar zeigt mir nur das du an einer Sachlichen Diskussion überhaupt nicht interessiert bist. Stattdessen ‘argumentierst’ du mit Emotionen und ohne Inhalt. Demokratie ist das Gegenteil, das bessere Argument sollte gewinnen, nicht die grössere Empörung.

  12. Hey, Zürich leb^^
    War echt toll mit euch, so viele Aktionen: Die Zürcher erwachsen langsam;=)lg

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