ein Steuerfranken = eine Stimme
d.h.: das Stimmrecht wird mit der Höhe der bezahlten Steuern gewichtet.
Keine Steuern, kein Stimmrecht. Sorry!
Eingereicht von: Bernhard F. Born, Viganello
Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:
7 Stimme(n)
… via Newsletter
Loading...
… via RSS-Feed
… via Twitter
… via Facebook
… via wemakeit.ch
… durch Mithilfe
129 Stimme(n)
Und was angenommen wird, wird dann auch gleich von den Stimmgebern bezahlt – und nicht von den Steuerzahlern, so dass über kurz oder lang alle gleich wenig Geld haben. Dann ist es auch wirklich fair…
ups, sehr abenteuerliche und leider nicht nachvollziehbare Gedanken.
Please help! Was sind Stimmgeber?
Remember: Stimmberechtigt sind nur die Nettosteuerzahler (also exkl. Sozialhilfeempfänger). Die Stimmkraft der Stimmberechtigten richtet sich nach deren Steuerbeitrag. Je höher die entrichteten Steuern, desto mehr Stimmkraft.
Moment: Kein Kapitalismus heisst nicht keine Armut! Der Kapitalismus macht ja die Armen. Wenn der nicht mehr ist, können wir endlich eine gerechte Gemeinwohlökonomie einführen.
Gemeinwohlökonomie – was um Gotteswillen, was ist das denn schon wieder?
Macht das jemanden glücklich, reicher, zufriedener oder gesünder?
Spende mal all Dein Geld dem Gemeinwohl!
Occupieren und enteignen – beides schwach und schon auf dem Misthaufen der Geschichte. Bitte etwas mehr Innovation und weniger mentale Gewahlt.
Do not occupy! Be grown up!
Ihre lustigen Vorschläge sind in der Tat erfrischend, lieber Herr Born! Dieser Vorschlag kriegt ein Herzlein von mir. Warum? Nicht, weil damit auch viele AusländerInnen Stimmrecht erhielten (was bereits Grund genug wäre). Auch nicht, weil unsere halbdirekte Demokratie eine Farce ist, bei der man vor Scheinentscheidungen zwischen mehreren Uebeln, die meist von den Lobbyisten der Reichen ausgeheckt werden, gestellt wird.
Nein, er erhält mein Herzlein, weil dieser Vorschlag es bei seiner Umsetzung im Nu schaffen wird, die Leute auf die Strasse zu bringen, um den Kapitalismus zu stürzen. Ein erhebendes Gefühl!
Es lebe 1 Franken = 1 Stimme!
Frage: sollte man konsequenterweise diese Maxime nicht auch auf das Wahlrecht ausweiten? Das könnte den Prozess etwas beschleunigen.
warum bloss willst Du den Kapitalismus stürzen und in Armut leben?
Achtung, 8-tung: die 99 % sind nicht ganz hundert, wie der Volksmund sagt.
Wer, ausser vielleicht ein paar verwirrten Okkupanten, will denn schon den guten und genussfreudigen Kapitalismus überwinden? Da geht auch bei schönsten Wetter kein anständiger Mensch auf die Strasse. Mensch, ihr agiert im Promillebereich – sowohl anzahlmässig als auch von der Klarsicht der Dinge.
ganz genau; versuche es wirklich zu Ende zu denken… :-)
Auch Ihre Antworten sind erfrischend! Ich muss immer wieder schmunzeln, wie einfach das Leben doch ist.
Ohne Kapitalismus alles in Armut! Grossartig. Wer kein Kapitalist ist, geniesst nicht gerne! Köstlich.
Aber Spass beiseite. Ich schätze Ihre Beiträge, weil sie die Ängste nicht nur vieler “kleiner” Leute zum Ausdruck bringen, sondern auch jene, die an den Schalthebeln der Macht sitzen und unfähig sind, Visionen zu haben, die unsere Welt gerechter machen würden. Oder andersrum, Leute, deren Weltbild sie selbst im Zentrum haben.
Mit Management- und Marketingtheorien ist leider keine Politik zu machen, wie das Scheitern des Neoliberalismus bewiesen hat. Wir haben inzwischen eine jahrhundertealte Tradition von Philosophie und politischer Theorie, Vorstellungen vom Staat, von Demokratie, von Gleichheit und Gerechtigkeit, an denen sich die brillantesten DenkerInnen ihrer Zeit die Zähne ausgebissen haben (und es immer noch tun), die in diesen Vorstellungen kein Platz finden. Wer sich ernsthaft mit dem guten und gerechten Leben beschäftigen will, der muss einen Beitrag leisten, und dieser Beitrag besteht leider oft darin, über viele Jahre und Jahrzehnte sich durch eben diese PhilosophInnen und DenkerInnen hindurchzuarbeiten. Das mag für viele eine Überforderung darstellen und nicht mit Genuss verbunden, aber Sie erwarten von Ihrer Feuerwehr und Ihrem Arzt ja auch, dass sie eine erstklassige Ausbildung genossen haben und ihre Fachkenntnisse zeitlebens auf aktuellem Stand halten.
Und Achtung! 1% ist nicht ganz 100%, wie der Volksmund sagt.
Piotr, lieber
bin pessimistisch, wenn Du schreibst, dass sich die brilliantesten Köpfe die Zähne ausgebissen habe. Finde ich diese Köpfe dann ausgerecht bei den Okkupanten? Definitiv nicht! Nach all dem, was ich gelesen und gesehen habe. Kaum einer ist ja anständig angezogen. Lebensfreude wo bist Du?
Do not occupy!
Get grown up!
Danke. Du hast Recht: Die 1 % vom BLindenhof sind nicht ganz hundert.
Nein, Hr. Born, das Thema sind nicht die Occupy-Aktivisten und wir reden hier nicht vom Lindenhof. Das hat auch nichts mit der Landsgemeinde zu tun. Sie vermischen da einiges. Abgesehen habe ich schon lange nicht mehr so viel Lebensfreude erlebt, wie als ich zwei Tage an der Occupy Wallstreet war. Die “Lebensfreude”, die mich von den Werbeplakaten anspringt, ist ganz bestimmt keine. Und wenn ich durch die Zürcher Bahnhofstrasse gehe, dann ist da ebenfalls keine Lebensfreude zu finden. Nicht mal wirklicher Genuss. Geld ausgeben alleine hat meist nichts mit Genuss oder Lebensfreude zu tun. Oder wie viele strahlende Gesichter und lachende Menschen haben Sie auf der Bahnhofstrasse gezählt?
Wenn Sie die brillanten Köpfe wirklich suchen wollen, dann gehen Sie am besten in eine gut sortierte Buchhandlung oder Bibliothek. Von den heute lebenden DenkerInnen, die sich ernsthaft mit diesen Fragen auseinander setzen, wären da in loser Reihenfolge zu erwähnen Alain Badiou, Giorgio Agamben, Slavoj Zizek, David Graeber, Jean-Luc Nancy, Judith Butler, Jacques Rancière, Noam Chomsky. Und natürlich viele andere. Das sind nur einige der Bekanntesten. Das Feld ist weit.
Ich gratuliere ihnen, dass sie es wagen, auf dieser Online-Demokratieplattform ihre Ideen zu präsentieren, Ideen, die nicht dem gängigen Muster dieser Plattform entsprechen. Wie schoen wäre es, wenn alles so einfach wäre, wie sie es sagen! Es sieht auf den ersten Blick aus, als träumten sie immer noch den süssen, alten Traum des amerikanischen Unternehmertums. Die fleissigsten sollen an der Spitze sein, und dadurch dass sie viel Steuern zahlen (also die kollektive Infrastruktur wie Strassen, Schulen, Spitäler etc. finanzieren) ein massgebendes Mitspracherecht erkaufen. Das entspricht wohl ungefähr der Idee der Meritokratie, eine moderne Abwandlung der Aristokratie, also die Herrschaft der Besten (der Tüchtigsten, Intelligentesten, Schnellsten etc.)
Doch dann kommt alles ein wenig durcheinander, da sie ja Investment-Banking für die Zukunft halten. (welche Form von Investment-Banking? Venture Capital? Derivate? CDS? Roulette? Libor-Manipulation? Geheime Absprachen? Rating-Agentur gründen?)
Über strukturelle und letztlich gewollte Sockelarbeitslosigkeit verlieren sie kein Wort (es fehlt ja nicht an Arbeit auf dieser Welt, sondern SCHEINBAR an Geld, die Arbeit aller zu bezahlen)
Sie interessieren sich auch nicht dafür, welche Arbeit bezahlt wird. Als wäre der Bau eines Flugzeugträgers, die Pflege eines alten Menschen oder die Erschaffung eines Kunstwerkes alles die gleiche Art von Arbeit mit dem gleichen Sinn.
Ausserdem schwärmen sie von Porsche fahren und Hermes tragen und empfehlen es Obdachlosen. Meinen sie das ernst? Sind sie sicher dass sie nicht auch irgendwelche Drogen nehmen? Sie sagen auch gerne und ausführlich, was andere tun sollten, so als wären sie es gewohnt, andren zu sagen, was sie tun sollen, beziehungsweise gewohnt, von anderen gesagt zu bekommen, was sie tun sollen.
Sie sind sich, zu gute Letzt, wohl auch nicht im klaren darüber, welches die eigentlichen, massgeblichen Quellen unseres heutigen,gesellschaftlichen Reichtums sind. Es ist zu einem grossen Teil der harten Arbeit von Maschinen und Robotern zu verdanken, dass wir so komfortabel leben. Die Maschinen und Roboter gäbe es jedoch wahrscheinlich nicht, wenn alle dächten, die Zukunft läge im Investment-Banking. Ich habe auf alle Fälle noch nie von einem Investment-Banker gehoert, der etwas nutzbringendes erfunden hat. Dafür umso oefter von Bankern, die sich mit den Federn von grossen Künstlern und Wissenschaftlern zu schmücken versuchen.
So nachvollziehbar ihre Ideen und ihre Leidenschaft für das individuelle Streben nach Glück und Reichtum sind, sie müssen sich damit abfinden, von mir als Greenhorn angeschaut zu werden. Hier einige Autoren, (bei denen sie durchaus auf ihnen Zusagendes stossen koennen) für die Vervollständigung ihres Weltbildes.
Franz Hoermann: Das Ende des Geldes
Andreas Popp: Wissensmanufaktur
John Perkins: Confessions of an economic hitman
Pierre-Joseph Proudhon
Adam Smith: Theorie der ethischen Gefühle
Rousseau: Gesellschaftsvertrag
Alain Soral: Comprendre l’Empire
Jesus Christus: Neues Testament
hatten wir so was nicht schon mahl? Das wahr doch das Zensuswahlrecht im alten Rom. Tjia immer gerne zruckdenken wir brauchen ein system das die armen hilft und nicht die hilft wo sowiso schon genug haben. Der Staat isch keine Aktiengeselschaft
Vorsicht mit der deutschen Sprache – die will korrekt angewendet werden.
Revolution, die wollt ihr ja, heisst eben Rückentwicklung…
Ich ziehe evolutionäre Finanzmärkte mit allen Instrumenten jeder “Revolution” vor. Nur Reiche können Armen helfen!
@Bernard: Wen meine Sie mit ‘ihr’?
Herr Born, ich habe Sie erkannt!
http://de.wikipedia.org/wiki/The_Yes_Men
nix zu verbergen.
Vermummung ist Scheisse und erschwert den Job per Polizei.
Haha, eine Landsgemeinde dazu verwenden, die Demokratie abzuschaffen und durch eine Plutokratie mit Zensuswahlrecht zu ersetzen. Ziemlich unverfroren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zensuswahlrecht
Ja, gratuliere!
Du hast das gecheckt!
Wer nix Steuern bezahlt, soll Schnauze halten.