“Reicher Mann und armer Mann
standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
»wär ich nicht arm, wärst du nicht reich«.”
Bertolt Brecht, “Alfabet”
Die Verteilung von Einkommen und Vermögen wird immer ungleicher. Beides verstärkt sich wechselseitig: Umso höher das Einkommen, umso mehr Geld kann in den Auf- und Ausbau von Vermögen gesteckt werden. Umgekehrt verhilft Vermögen zu Einkommen – in Form von Zinsen, Dividenden, Kurs- und Veräußerungsgewinnen. Das reichste Zehntel hält inzwischen über 60 Prozent des Geld- und Sachvermögens und vergrößert seinen Anteil seit Jahren kontinuierlich. Die wachsende Vermögenskonzentration ist nicht zuletzt durch die Wirtschafts- und Steuerpolitik der rechten Regierungen begünstigt worden.
Die Ungleichverteilung von Vermögen hat entscheidend zur Finanz- und Wirtschaftskrise beigetragen. Die großen Vermögenssummen in den Händen von wenigen wurden den Finanzmärkten zugeführt, um dort möglichst hohe Renditen zu erzielen. Verstärkt wurde der Renditedruck noch durch die Möglichkeit, Vermögen mit Krediten zu belegen, um somit noch mehr Kapital einzusetzen zu können. Spekulation und schier uferloses Profitstreben waren das Ergebnis.
Die Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise sind enorm. Dazu zählen neben den Verlusten an Einkommen und Arbeitsplätzen für viele Beschäftigten die stark angestiegenen Defizite in den öffentlichen Haushalten. Es bedarf daher dringend weiterer Einnahmequellen für die öffentliche Hand.
Eine gezielte Besteuerung der hohen Vermögen ist nicht nur ein Gebot der klammen Kassen sondern auch eines der Gerechtigkeit. Die Zeche für die Krise müssen die dafür Verantwortlichen zahlen. Wir fordern eine Millionärssteuer. Sie soll gezielt Vermögensmillionäre treffen. Dies wird durch einen Freibetrag von einer Million Euro erreicht. Wer weniger als eine Million Euro sein Eigen nennt, zahlt keine Steuer. Damit ist zugleich gewährleistet, dass beispielsweise das selbstgenutzte Eigenheim von der Steuer befreit bleibt. Der Teil des Vermögens von Millionären, welcher oberhalb von einer Million Euro liegt, wird mit fünf Prozent besteuert. Die steuerpflichtigen Millionäre werden konsequent individuell besteuert, d.h. Ehegatten werden nicht mehr zusammen veranlagt. Damit wird zum einen die Diskriminierung von nichtehelichen Lebensgemeinschaften gegenüber Ehen durchbrochen. Zum anderen schafft eine individuelle Veranlagung von (Ehe-)Partnern/-innen einen Anreiz, das Vermögen weniger stark in der Hand eines Partners zu konzentrieren.
Eingereicht von: Dariusch Pour Mohsen, Lenzburg
Eingereicht für die Landsgemeinde Zürich 2012.
Resultat der Vorabstimmung:
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Vergiss es da intellektuell ungenügend!
Ach die Aargauer – weisse Socken, dicke Bäuche und enge Hemden – fast wie die Belgier!
@ Born Bernhard F:.. Seh ich das nur so oder schiessen Sie gegen alles was von “links” kommt?? Ihre Beiträge sind nicht zur Sache dienlich sondern nur dumm und primitiv!
Ja, wenn die Argumente ausgehen oder ein anderer Standpunkt “Schmerzen” macht, ja, dann bleiben einigen “lieben” Mitmenschen” oft nur noch Beleidigungen übrig, die sie anonym verteilen dürfen.
erklären sie mir herr anonym, geht es hier um
die millionärssteuer oder um aargauer? ;) wenn sie zur diskussion nichts beitragen können (und so scheint es auch zu sein), darf sie höflichst darum bitten, beleidigungen gegenüber meinem wohnort zu unterlassen! danke :-)
usp, nehmen Sie das mit dem Aargauer bitte nicht persönlich – aber eine Millionärssteuer ist so ziemlich das Phantasieloseste, was es zu fordern gibt.
Oh Gott, oh Gott, was soll bloss diese Reichenhetze?
Einfach megalsimpel, das Geld der anderen einzufordern – gäll?
Ich lade Euch ein, selbst an die Geräte zu gehen und hart zu arbeiten, damit ihr es zu etwas bringt!